Stütze für die Tierhaltung

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EU-Kommission will Tierhaltungsstandards angleichen

 

Die EU-Kommission will die Haltungsstandards beim Tierwohl im gemeinsamen EU-Binnenmarkt weiter angleichen. Mit der EU-Tierhaltungsstrategie, die vergangene Woche in Straßburg vorgelegt wurde, nimmt die Behörde vor allem die in vielen EU-Mitgliedstaaten noch zugelassene Haltung von Hühnern in ausgestalteten Käfigen sowie die Kastenstandhaltung von Sauen ins Visier. Während die Käfighaltung in Deutschland bereits verboten ist, gelten für die Kastenstandhaltung noch für wenige Jahre Übergangsfristen. Gleiches gilt auch für das in der Bundesrepublik ebenfalls untersagte systematische Töten männlicher Küken aus Legehennenlinien. Auch hierzu will die EU-Kommission Gesetzesvorschläge präsentieren. Stattdessen sollen Techniken zur Früherkennung des Geschlechts im Brutei eingesetzt werden.

 

Ende dieses Jahres sollen dem Strategiepapier zufolge Legislativvorschläge zum Ende der Käfighaltung sowie zum Kükentöten vorgelegt werden. Das Gesetz zum Ende der Kastenstandhaltung von Sauen wird laut Kommission im zweiten Quartal 2027 veröffentlicht. Damit herrscht nun Klarheit über den Zeitplan. In der Vergangenheit hatte es Zweifel gegeben, ob die Behörde unter dem zuständigen EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi die von seiner Vorgängerin Stella Kyriakides angeschobenen Pläne weiter verfolgt.

 

Darüber hinaus beschäftigt sich der Entwurf mit der Konkurrenz zwischen tierischen Erzeugnissen aus der EU und Importen aus Drittstaaten. Da viele Produkte aus Drittländern laut dem Strategiepapier unter niedrigeren Standards als in der EU erzeugt würden, will die Kommission im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) für gleichwertige Tierwohlauflagen sorgen. Kommissionsbeamte berichten von geplanten Exzellenzinitiativen, die die ökologische Nachhaltigkeit und hohe Qualität tierischer Produkte aus der EU herausstellen sollen.

 

Die Kommission will unbedingt verhindern, dass die Nutztierbestände in der EU weiter zurückgehen. Eine Trendwende soll bis 2040 erreicht sein. Die Branche müsse in die Lage versetzt werden, profitabel zu wirtschaften. Immerhin stehe die Tierhaltung für rund 40 % der agrarischen Wertschöpfung in der EU. Laut Kommission werden jährlich rund 400 Mrd. € umgesetzt und etwa sieben Mio. Arbeitskräfte auf vier Mio. Betrieben beschäftigt.

 

AgE