Bei den Einsatzmengen von Pflanzenschutz- und Düngemitteln in der deutschen Landwirtschaft gibt es erhebliches Einsparpotenzial, wenn bei deren Ausbringung konsequent auf moderne Technologien wie die Teilflächenapplikation gesetzt wird. Das ist eine zentrale Erkenntnis der Studie einer Forschungstochter des Berliner „Humboldt Forum for Food and Agriculture“ (HFFA), der HFFA Research GmbH. Dieses Potenzial lässt sich laut der vom Industrieverband Agrar (IVA) in Auftrag gegebenen Analyse zu relativ geringen Kosten heben. Struktur- und ordnungspolitische Maßnahmen können demnach zwar ebenfalls zu einer Einsparung spezifischer Inputs beitragen, sind aber deutlich teurer für die Landwirtschaft und den Steuerzahler. Für IVA-Präsident Michael Wagner sind Technologien damit auch der Schlüssel zur Erreichung der ambitionierten Ziele der europäischen Farm-to-Fork-Strategie. „Und mit ihren innovationsstarken Unternehmen versteht sich die agrochemische Industrie als Teil der Lösung“, sagte Wagner bei der Vorstellung der HFFA-Analyse. Wer den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln nachhaltig reduzieren wolle, ohne dabei die Produktivität zu gefährden, müsse Smart Farming-Technologien in der Landwirtschaft auf breiter Basis fördern. „Die führenden Unternehmen unserer Branche sehen sich in ihrer Strategie bestätigt. Sie werden weiter ihren Beitrag leisten und bis Ende des Jahrzehnts 10 Mrd. € in digitale Lösungen investieren“, stellte der IVA-Präsident klar.