Teure Brötchen nicht wegen hoher Getreidepreise

Foto: pixabay

Der Getreidepreis spielt für die Festlegung des Brötchenpreises durch die Bäcker keine Rolle. Darauf hat der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV) in Koblenz angesichts des kräftigen Anstiegs der Getreidepreise in den vergangenen Monaten hingewiesen. Für ein Brötchen würden 35 g Mehl benötigt, rechnete der Verband vor. Diese Menge koste nach Maßgabe des aktuellen Getreidepreises nur 1,2 Cent und das wären 0,3 Cent mehr als vor wenigen Wochen. Maßgeblich für höhere Brötchenpreise seien vielmehr die Lohn- und Energiekostensteigerungen. Unterdessen male die Boulevardpresse wieder ein Schreckensszenario an die Wand und frage, ob mit einem Brötchenpreis von 1 € zu rechnen sei. Dies ist laut BWV zwar grundsätzlich möglich, weil die Preise für Brötchen von Jahr zu Jahr steigen. Allerdings sei diese Entwicklung vollkommen unabhängig von der Höhe des Erzeugerpreises für Getreide, stellte der Verband klar.