Thema Wolf nach Brüssel bringen

Akteure aus dem Wolfsgebiet Schermbeck im Gespräch mit Politikern von EU, Bund und Land

Foto: Christiane Närmann-Bockholt

Landwirte, Jäger, Schäfer, Pferdezüchter, das Gahlener Bürgerforum, der Arbeitskreis für Hochwasser und Gewässer in NRW – die Liste der von der Ansiedlung des Wolfs am Niederrhein Betroffenen ist lang. Auf Einladung von Ingo Hülser, Deichgräf des Deichverbands Mehrum, kamen diese Interessengruppen am 3. Juni in der Schäferei Dünow in Wesel-Lippedorf zusammen, um ihre Sorgen dem CDU-Europaabgeordneten Dr. Stefan Berger vorzutragen. Neben dem Europa-Politiker nahmen auch der Landratskandidat Ingo Brohl, die Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss sowie die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik, allesamt CDU, am Gespräch teil.

Sorge, die Deichschäfer zu verlieren

„Wir wollen die Probleme, die wir durch die Ansiedlung des Wolfs zu tragen haben, in Richtung Europa schicken“, machte Deichgräf Ingo Hülser eingangs deutlich und räumte ein, dafür auf Landesebene kein Gehör gefunden zu haben. Die von seinem Deichverband Mehrum betreute Deichanlage liegt im Wolfsgebiet und er hat Sorge, seinen Deichschäfer zu verlieren. „Ich habe die Angst, nicht weil der Wolf auf dem Deich auftaucht und Schafe reißt, sondern dass mein Deichschäfer an anderen Weideplätzen seiner Schafe vom Wolf so attackiert wird, dass er die Lust verliert, den Deich weiter zu beweiden“, führte Hülser aus.

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