Tierhaltung nicht abwürgen!

Foto: Dr. Elisabeth Legge

Ministerin Gorißen übt scharfe Kritik an Özdemirs Tierwohlplänen. Die Pläne des Bundes für den Umbau der Tierhaltung stoßen in NRW auf wenig Begeisterung. Im Gegenteil: NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen übte am Donnerstag vergangener Woche bei einem Pressegespräch in Düsseldorf heftige Kritik an den von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir vorgelegten Plänen. „Das vom Bund aktuell vorgelegte Regelwerk ist so sehr Stückwerk, dass man damit die landwirtschaftliche Tierhaltung abwürgt. Das wollen wir verhindern“, betonte die Ministerin und warnte vor „einem Kahlschlag der konventionellen Betriebe“. Das Regelwerk treffe die tierhaltenden Betriebe in NRW und damit einen elementaren Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum. Aber auch die Verbraucherinnen und Verbraucher seien betroffen. Sie verzehrten auch in Zukunft Fleisch, seien dann aber vermehrt auf Importe angewiesen. „Wir wollen die Erzeugung hier halten. Wir wollen nicht, dass die Tierhaltung ins Ausland verlagert wird“, betonte die Ministerin.