Die Milcherzeugerpreise in der Europäischen Union haben ihren Tiefpunkt überschritten und beginnen wieder zu steigen. Wie der niederländische Bauernverband (LTO) anlässlich seines aktuellen Preisvergleichs für 15 führende Molkereiunternehmen in Nord- und Mitteleuropa mitteilte, kamen im Berichtsmonat Juli zwar längst noch nicht alle Erzeuger in den Genuss eines höheren Milchgeldes, doch sind spätestens ab September vielfach Aufschläge angekündigt. Im Schnitt zahlten die im LTO-Preisvergleich betrachteten Unternehmen für eine Standardmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß 25,39 Cent/kg; das waren 0,32 Cent/kg oder 1,3 % mehr als im Juni. Erstmals seit einem Jahr ist damit der Milchpreis im Mittel wieder gestiegen, zum Vorjahresniveau fehlten jedoch noch 4,91 Cent/kg beziehungsweise 16,2 %. Insgesamt fünf der 15 Molkereiunternehmen erhöhten laut LTO im Juli das Milchgeld.