Obwohl der genossenschaftliche Konzern Westfleisch 2015 so viel Fleisch wie noch nie verkauft hat, gingen Umsatz und operatives Ergebnis in einem „schwierigen Umfeld“ zurück. Wie das Unternehmen in seiner Aprilausgabe „Info für Landwirte“ berichtet, schrumpfte der Konzernumsatz im vergangenen Geschäftsjahr im Vergleich zu 2014 um 3,9 % auf 2,42 Mrd. €. Gleichzeitig verringerte sich das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 35,7 % auf 39,5 Mio. €. Unter dem Strich ergab sich ein Verlust von 4,1 Mio. €, nach einem Gewinn von 12,1 Mio. € im Vorjahr. Die Anteilseigner müssen diesmal auf eine Dividende, auf die Geschäftsguthaben und auf Sonderboni verzichten. Die Vertragsboni, die Zinsen für das angelegte Genussscheinkapital und die Dividende der Westfleisch Finanz AG sollen aber trotzdem ausgezahlt werden. Der Konzern erklärte die negative Entwicklung mit deutlichen Margenrückgängen vor allem im Schweinefleischgeschäft, steigenden Kosten durch den gesetzlichen Mindestlohn und politischen Faktoren wie dem Russland-Embargo. Allerdings konnte die Westfleisch-Gruppe ihren Fleischabsatz im Berichtsjahr weiter steigern, und zwar gegenüber 2014 um 3 % auf die Rekordmenge von 980 300 t.