Es gibt sie kurz und lang, gefedert, buschig, gefüllt, grazil, schlank, dick und in fast allen Farben: Tulpen. Jetzt ist die Zeit, in denen sie auch im Freiland zu blühen beginnen. Schon gut eine Woche vor dem Osterfest konnte Landwirt Willy Winkelhag aus Hürth-Stotzheim den Erntebeginn seiner Freilandtulpen einläuten. Täglich sind nun sein Ernteteam, seine Frau Marie-Sophie und er in den Feldern.
„Wir ziehen die Tulpen aus dem Boden – mit den Zwiebeln“, erklärt er die Erntetechnik. Die Zwiebeln gehen zwar dabei verloren, doch die Stiele der Tulpen sind dafür 10 bis 15 cm länger. Direkt am Feld werden die Tulpen nach der Ernte auch nach Längen und Sorten sortiert, gebunden und verkauft. Dazu hat der Landwirt einen eigenen Verarbeitungswagen am Feldrand stehen. Dort ist das Reich von Dagmar Beth. Flink entfernt sie die unteren Blätter der Blumen, immer zehn kommen in einen Strauß. Nebenan am Verkaufsstand bilden sich mitunter sogar kleine Warteschlangen. Denn die Nachfrage nach der blühenden Pracht ist groß. „Tulpen machen glücklich“, sagt ein Kunde, der sich gleich mehrere Sträuße dieser bunten Frühlingsboten kauft.
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