Während sich einzelne Landwirtschaftsminister kritisch geben, drängt die Ratspräsidentschaft weiterhin auf erste Festlegungen des Agrarrates zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020. Dass bis Mitte dieses Jahres doch noch erste Pflöcke eingeschlagen werden können, davon zeigte sich zumindest Rumäniens Landwirtschaftsminister Petre Daea, dessen Land gegenwärtig die EU-Ratspräsidentschaft innehat, überzeugt. Daea betonte, dies sei man den Landwirten in der EU schuldig. Diese bräuchten dringend Planungssicherheit. Unterstützung erhielt der Bukarester Agrarressortchef in dieser Forderung von EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Auch er gab sich zuversichtlich und verwies darauf, dass eine „enorme“ Mehrheit der Mitgliedstaaten das von ihm vorgelegte Umsetzungsmodell grundsätzlich unterstütze. Auf Seiten der Mitgliedstaaten überwiegt jedoch die Skepsis.
Mehrere Vertretungen verschiedener EU-Länder bestätigten im Vorfeld des Rates gegenüber AGRA-EUROPE, dass ihnen von der rumänischen Präsidentschaft noch keinerlei Entwürfe dazu vorlägen. Bei dem Ministertreffen stellte es eine überwiegende Mehrheit zudem in Frage, dass man sich jetzt schon auf einen solchen Entwurf einigen könnte. AgE