Umgang mit gestressten Beständen

Foto: Natascha Droste

Das Bild der Winterungen ist zu Beginn 2024 stark unterschiedlich: von gut und gleichmäßig entwickelten Beständen über Bestände mit teil- oder ganzflächigen Auflaufproblemen bis hin zu Flächen, die durch Übernässung oder Überflutung leiden. Natascha Droste, Landwirtschaftskammer NRW, erklärt, welche Maßnahmen bei gestressten Beständen helfen.

 

Leider stehen für einige (Teil-)Schläge Umbruchüberprüfungen an. Die Entscheidung zum Umbruch sollte jedoch nicht vorschnell getroffen werden. Landwirte sollten zunächst unbedingt bis zum nachhaltigen Vegetationsstart abwarten, um die Vitalität der Pflanzen abschließend richtig beurteilen zu können. Denn Spät- und Wechselfröste können das Bild noch einmal deutlich verändern.

 

Für Flächen, auf denen ein Umbruch zum Beispiel durch Totalausfall nach starken Niederschlägen nach der Saat sicher ist, ist bei geplanter Sommergetreideaussaat ein früher Saattermin anzustreben. Jedoch gilt auch hier: Saatbeetzustand geht über Saattermin. Gleiches gilt für Flächen, auf denen erst gar keine Winterung im Herbst 2023 bestellt werden konnte. Trocknen die Flächen nicht frühzeitig genug ab, ist wiederum über Alternativkulturen mit späteren Aussaatterminen, wie Mais, zu entscheiden.

 

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