Die Lücke zwischen dem, was auf europäischer Ebene an Umweltgesetzen und -vorgaben beschlossen wird, und dem, was vor Ort tatsächlich umgesetzt wird, ist laut dem dritten Bericht zur „Überprüfung der Umsetzung der Umweltpolitik“ der Europäischen Kommission „zu groß und muss geschlossen werden“. Nach Auffassung der Kommission muss die Mehrheit der Mitgliedsländer ihre Anstrengungen intensivieren, um die Natura-2000-Netze zu vervollständigen. „Nur langsam“ geht es laut den Brüsseler Beamten beim Wasserschutz weiter. Anlass zur Besorgnis gebe, dass die Umsetzung der EU-Vorschriften zu Nitrat und zur kommunalen Abwasserbehandlung wegen unzureichender Planung und Infrastruktur trotz der Bereitstellung von EU-Mitteln „nur schleppend“ vorankomme. Eine „erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Europäerinnen und Europäer“ geht laut der EU-Behörde auch weiterhin von der Luftverschmutzung aus. Unter anderem würden viele Mitgliedstaaten die Einführung emissionsarmer landwirtschaftlicher Praktiken, so in der Tierhaltung und im Umgang mit Stalldung und Düngemitteln, nicht hinreichend vorantreiben. Dagegen sei die Umsetzung der Klimavorschriften in der gesamten EU „gut vorangekommen“, stellt die Kommission fest.