Das Erdmandelgras steht weltweit auf Platz 16 der gefährlichsten Unkräuter und verbreitet sich zunehmend. Dennoch kennen es viele Landwirte hierzulande nicht oder unterschätzen die Ackerhygiene. Nicolai Dreißen, Landwirtschaftskammer NRW, erklärt, wie es sich richtig erkennen und bekämpfen lässt.
Nie zuvor gab es so viele Anrufe beim Team der Pflanzenbauberatung Rheinland Nord zum Erdmandelgras wie in dieser Saison. Einigen Landwirten ist das Vorkommen bekannt und bewusst. Doch viele meinen, es nicht auf ihren Flächen zu haben, da sie nicht wissen, wie es aussieht.
Invasives Sauergras
Das Erdmandelgras (Cyperus esculentus), auch als essbares Zyperngras bezeichnet, kommt auf allen Kontinenten vor – ursprünglich eher in wärmeren Gebieten. Inzwischen hat es sich auch in Regionen mit kühlerem Klima ausgebreitet. Wichtige Faktoren für die hohe Konkurrenzkraft des Erdmandelgrases sind eine frühe und rasche Etablierung und hohe Wachstumsraten.
Es gehört zu den Sauergräsern (Cyperaceae), die meist einen dreieckigen Stängel ohne verdickte Knoten haben und dreizeilig angeordnete Blätter. Sauergräser unterscheiden sich morphologisch von den Arten aus der Familie der echten Gräser/Süßgräser (Poaceae). Daher wirken die klassischen Gräserherbizide nicht gegen das Erdmandelgras beziehungsweise werden bei ACCase-Hemmern nur Wirkungsgrade von 20 bis 30 % erreicht.
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