Wollen wir es in den Wintermonaten schön gemütlich haben, zünden wir gern Kerzen an. Auch das bevorstehende Weihnachtsfest ist ein Fest der Lichter. Doch warum schmücken wir den Adventskranz mit vier Kerzen und den Christbaum mit noch viel mehr? Welche Rolle spielen Kerzen in der kirchlichen Liturgie? Und woraus bestehen sie eigentlich? Zwei Theologen und eine Wachsziehmeisterin bringen Licht ins Dunkel. In vielen Kirchen hängen in den Wochen vor Weihnachten Adventskränze mit vier roten Kerzen vor dem Altar. An Heiligabend werden sie durch festlich beleuchtete Christbäume ergänzt. Ganzjährig stehen in Gotteshäusern Opferlichtständer bereit, in die die Besucher Wachslichter stellen können. Sie tun dies meist als ein Zeichen der Erinnerung, der Hoffnung und des Glaubens, als ein Gebet ohne Worte, um göttlichen Beistand zu erbitten. „Kerzen hatten im Christentum schon immer eine besondere Bedeutung. Licht ist das zentrale Symbol, denn mit der Geburt des Jesuskindes kam das Licht in die Welt“, weiß Pfarrerin Maren Schmidt. Jesus bezeichne sich selbst als das Licht, führt sie weiter aus. So sage er im Johannesevangelium 8,12: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Dieses Licht werde auf wunderbare Weise durch den Adventskranz und die Weihnachtsbaumkerzen symbolisiert.
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