Ein Kuhstall im abendlichen Licht ziert den Titel unserer Weihnachtsausgabe. Sieht idyllisch aus, oder? Aber diese Idylle trügt. Für die Milcherzeuger und auch die Ackerbauern gab es in diesem Jahr nicht nur Lichtblicke. Die zweite Dürre in Folge und die immer mehr werdenden bürokratischen Auflagen machen den Bäuerinnen und Bauern das Leben schwer. Hinzu kommen häufig noch ein steigender Druck bei den Produktionskosten und steigende Anforderungen der Abnehmer an die der landwirtschaftlichen Produkte. Dass den Milcherzeugern ebenso wie ihren Berufskollegen im neuen Jahr viele gute Lichtblicke winken, das wünsche ich allen.
Ihre Elisabeth Legge
Im zurückliegenden Jahr haben sich tausende Bäuerinnen und Bauern an verschiedensten Aktionen beteiligt, um für ihre gemeinsamen Interessen einzustehen. Ein so breit getragenes Engagement hat es seit Jahren nicht gegeben. Bis dahin gab es sicher viele Gründe und jeder hatte seine eigenen dafür, nicht selbst aktiv zu werden, sondern das lieber anderen zu überlassen. Ich wünsche uns, dass die jetzt spürbare Energie anhält und alle, denen an der Landwirtschaft liegt, weiter mit vielen Aktionen der Bevölkerung nahebringen, was sie leistet, was sie auszeichnet und warum sie wichtig für jeden einzelnen ist.
Ihr Detlef Steinert
Was für ein Jahr geht zu Ende! Das Rumoren in der Gesellschaft, der Bauernschaft und oft auch des eigenen Magens stimmt viele nachdenklich. Ich wünsche Ihnen, dass die besinnlichen Festtage wirklich besinnlich werden. Dass wir uns alle darauf besinnen, was im Leben wirklich zählt. Dieses Wissen als Anker kann Halt geben, auch in den stürmischsten Zeiten nicht aufzugeben. Und ich wünsche Ihnen, dass der Blick zurück zeigt: Wir haben es schon früher geschafft! Und das können wir auch diesmal!
Ihre Kathrin Ernsting
Besinnlich ging es dieses Jahr in den sozialen Medien wahrlich nicht zu und die Landwirtschaft sah sich vielen Angriffen ausgesetzt. Sich hinter einem relativ anonymen Profil und einer Tastatur zu verstecken, gibt vielen Menschen die Gelegenheit, draufzuhauen, zu wettern oder zu beleidigen. Ich wünsche mir und Ihnen für das kommende Jahr wieder mehr Wertschätzung, online und offline. Nicht nur von Menschen, die vielleicht anderer Meinung sind, sondern auch untereinander.
Marilena Kipp
Die Agrarpolitik in diesem Jahr steht an einem Kipppunkt: Kommen noch mehr Auflagen für die Landwirte hinzu, ohne dass sie einen Ausgleich dafür bekommen, wird es eng. Nicht nur von der Arbeitsintensität, finanziellen Seite und vom Wettbewerb (man denke nur an Mercosur) her, sondern auch von der Freude. Denn zu den ganzen Auflagen lasten die negativen Medienberichte schwer auf den Gemütern. Ich wünsche mir und Ihnen für das kommende Jahr, dass die Politik mit Mitte und Maß vorgeht und die Gesellschaft ihre Bauern und die regional erzeugten Lebensmittel wieder mehr schätzt.
Ihre Andrea Hornfischer
Im Ackerbau wird es nicht einfacher. Das Klima ändert sich und die Auswahl an Pflanzenschutzmitteln wird weiter abnehmen. Die Pflanzenzüchtung hat schon viele Probleme gelöst mit neuen Sorten und mit Krankheitsresistenzen. So war der Maisanbau früher bei uns undenkbar. Auch der Klimawandel könnte dazu beitragen, dass ganz neue Kulturen ins Rheinland kommen, an die noch niemand denkt. Hoffentlich gibt es dadurch wieder neue Perspektiven, wünscht Ihnen
Ihre Natascha Kreuzer
Zwei Dürresommer in Folge, wer hätte das für möglich gehalten? Nach 2018 war man sich sicher, dass es nicht noch mal so schlimm werden würde, doch es kam anders. Wetterextreme zählen zu den großen Herausforderungen für die Landwirtschaft in unserer Zeit. Wissenschaft, Züchtung und Technologieentwickler arbeiten mit Hochdruck an Rüstzeug für die Zukunft mit immer häufigeren Wetterkapriolen. Auf gut Niederrheinisch „bääter Weejer för 2020“ wünscht Ihnen
Sabine Aldenhoff
Die Technik bietet heute unglaublich viele intelligente Lösungen, die die Arbeit der Bauern einfacher, effizienter und umweltverträglicher machen könnten. Nur für die großen aktuellen Probleme auf dem Land gibt es keine technischen Lösungen. Ich wünsche den Bauern, dass sie im nächsten Jahr nicht mehr so oft mit ihren Traktoren in die Städte fahren müssen, sondern wieder mehr Zeit und Lust finden, mit moderner Technik auf dem Feld und im Stall die großen Herausforderungen für die Landwirtschaft der Zukunft anzugehen.
Bernhard Rüb
Es fällt auf: Kommt man auf die Betriebe oder zu einer Tagung, liegt der Altersdurchschnitt der Landwirte dort deutlich niedriger als noch vor wenigen Jahren. Und eben auch der Landwirtinnen! Die jungen Frauen begleiten nicht mehr nur ihre Männer, sondern sind oft genug die Hauptpersonen auf Hof und Feld oder im Fachseminar. 20-, 30- und 40-jährige Bäuerinnen und Bauern haben ihren eigenen, teilweise „urbanen“ Stil und bringen mit ihren Ideen und dem Interesse an der Welt auch jenseits der Hoftore frischen Wind fürs Leben auf dem Land. Dass dieser Wind stets in den Rücken pustet, das wünscht allen Generationen
Meike Siebel
Starke Bilder hat das Jahr 2019 geliefert. Lange Schlepperkolonnen rollen durch das Land, Gummistiefel und Trettrecker stehen aufgereiht vor dem Brandenburger Tor, Abertausende Bäuerinnen und Bauern zeigen in den Städten Flagge und kämpfen für ihre Zukunft. Und das gemeinsam im Schulterschluss, egal ob Schweinehalter, Ackerbauer, Milcherzeuger oder Hähnchenmäster, ob klein oder groß. Wir sind viele und wir stehen zusammen, das ist die starke Botschaft! Dass dieses Wir-Gefühl weiterhin trägt, das wünsche ich allen – und vor allem, dass das Engagement 2020 Früchte trägt!
Christiane Närmann-Bockholt
In der besinnlichen Weihnachtszeit sitzen Familien gemeinsam unterm Christbaum, gönnen sich einen besonderen Wein bei gutem Essen. Ohne unsere Landwirte wäre dieses Brauchtum nicht möglich. Denn sie sind es, die die Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln versorgen. Tag für Tag ernähren die deutschen Landwirte über 200 Millionen Nutztiere und produzieren Lebensmittel auf hohem Qualitätsniveau. Für diese Leistung gebührt ihnen Respekt und Anerkennung! Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, dass Sie mit Stolz auf das Jahr 2019 zurückblicken und voller Zuversicht ins Neue Jahr starten!
Ihre Tina Ziemes