Einen Kurswechsel in der Agrarpolitik fordern der Deutsche Tierschutzbund, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Kernpunkte eines gemeinsamen Fünf-Punkte-Programms, das die Verbände am vergangenen Donnerstag veröffentlicht haben, sind ein Umbau der Tierhaltung, eine Umverteilung von EU-Geldern, strengere Anforderungen an die Düngung, eine Abkehr von der Exportorientierung der Land- und Ernährungswirtschaft sowie ein Ausbau des Ökolandbaus. Ziel sei eine „tierschutzgerechte, flächengebundene Tierhaltung, die Grünland nutzt und deutliche Verbesserungen im Tierschutz aufweist“. Ein Instrument zu Erreichung dieses Ziels seien eindeutige Kennzeichnungsregeln für Tierhaltungsverfahren. Eine Umschichtung von EU-Mitteln müsse dazu genutzt werden, den Umbau der Tierhaltung sowie Agrarumweltmaßnahmen, den Vertragsnaturschutz und die Umstellung des Ökolandbaus gezielt voranzutreiben. Eine Verschärfung des Düngerechts begründen die Verbände mit der Notwendigkeit, die massive Gefährdung der Gewässer durch Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft zu stoppen. Anstatt die Agrarpolitik weiter auf den Weltmarkt auszurichten setzen die Verbände auf mehr Regionalität.