Vergangenheit und Zukunft verbinden

„FUTUR 21 – kunst industrie kultur“ regt an, über die Zukunft der Arbeit, über Nachhaltigkeit und Klimakrise, den Einfluss der Digitalisierung sowie über die Grenzen von Wachstum und Konsum nachzudenken. An 16 Industriemuseen in Nordrhein-Westfalen, der Wiege der Industriekultur in Deutschland, entstehen bis April 2022 digitale Kunstwerke, Lichtinstallationen und räumliche Interventionen.

Mit dem vierwöchigen Medienkunstfestival „Futur 21 – kunst industrie kultur“ nehmen die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) die aktuellen Zukunftsfragen an ihren 16 Industriemuseen in den Blick. Wie in Zukunft mit Energie umgehen? Wie mit den nötigen Ressourcen? Wie wird die Arbeitswelt künftig aussehen? Die Themen Arbeit, Energie, Ressourcen und Fortschritt stehen während des Festivals vom 5. März bis 2. April 2022 jeweils eine Woche im Mittelpunkt. Zu erleben sind digitale Kunstwerke, Licht- und Klanginstallationen, Datenskulpturen und interaktive Augmented-Reality-Parcours. „Durch die geballte Energie beider Landschaftsverbände ist es uns gelungen, erstmalig an den 16 Indus­triemuseen ein Medienkunstprojekt auf die Beine zu stellen, das landesweit Strahlkraft entfalten soll“, so Dr. Corinna Franz, LVR-Dezernentin für Kultur und Landschaftliche Kulturpflege. Die an den ehemaligen Arbeitsorten der Industrie gezeigte digitale Kunst vereine historische Erinnerung mit künstlerischer Imagination. Die vorwiegend für die Orte entwickelten Werke seien von den Geschichten inspiriert, über die die ehemaligen Fabriken berichten. Deshalb sei Futur 21 nicht einfach ein weiteres Festival der Künste, das Industrie nur als Kulisse nutzt.

„Mit dem Festival stellen die Industriemuseen Weichen für das 21. Jahrhundert“, erklärte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. „Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Wie können wir nachhaltig mit den vorhandenen Rohstoffen haushalten? Das sind Fragen, die viele Menschen und vor allem die Jüngeren heute beschäftigen.“ Digitale Kunst als Medium der Zeit könne neue Denkanstöße geben – nicht nur im Rahmen des Festivals, sondern darüber hinaus. „Auch mit unserem Begleitprogramm sprechen wir deshalb gezielt junge Menschen an. Sie können sich an allen Standorten im Rahmen der ‚Medienkunstfabrik‘ spielerisch, kreativ und digital – über Smartphone und VR-Technik – mit den Themen auseinandersetzen.“ Die Bandbreite der künstlerischen Positionen, die Vergangenheit und Zukunft miteinander verbinden, ist vielfältig. Sie reicht von Fassadenprojektionen über Video-In­stallationen bis hin zu Mixed-Reality-Games und Audio-Walks. Ein Teil der Werke wird temporär im Rahmen der vier Festivalwochen präsentiert, ein weiterer Teil verbleibt dauerhaft in den Museumsstandorten.

Ein Begleitprogramm rund um Futur 21 findet an allen Museumsstandorten statt. Das Angebot reicht von Workshops zum Malen mit Licht, Filmabenden und Wissenschaftsshows über Vorführungen im Pop-up-Planetarium, Poetry- und Science-Slams, Lesungen und Kabarettabende bis hin zu Sound- und Tanzperformances und Artist-Talks. Für die Licht- und Videoinstallationen werden die Museen bei freiem Eintritt bis in den späten Abend geöffnet sein. Einen Überblick über alle Veranstaltungen gibt es im Internet unter www.futur21.de/termine.

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Themenwochen im Rheinland

5. bis 12. März, FUTUR_Arbeit

Sculpture Factory und Soul Shift:

Zinkfabrik Altenberg, Oberhausen

future_grid: Peter-Behrens-Bau, Oberhausen

12. bis 19. März, FUTUR_Energie

Maschinenklangwerk und AR-Parcours Novum: ­Gesenkschmiede Hendrichs, Solingen

Positively Charged: Heartbeat, How to make an Ocean und Shapeshifting Energy:

Kraftwerk Ermen & Engels, Engelskirchen

19. bis 26. März, FUTUR_Ressourcen

„Ruhe Bitte“ und AR-Parcours:

St. Antony Hütte, ­Oberhausen

230 Millionen + 1 und AR-Parcours:

Tuchfabrik Müller, Euskirchen

26. März bis 2. April, FUTUR_Fortschritt

Wandel der Zeichen und Papier-O-Mat:

Papiermühle Alte Dombach, Bergisch Gladbach

Pluriversum und Baumwollgeschichten:

Textilfabrik Cromford, Ratingen