Verhindern, dass es brennt

Wann werden die Märkte wieder ein besseres Preisniveau für Getreide zeigen? Foto: Meike Siebel

Seit über einem Jahr bewegen sich die Getreidepreise auf einem für Erzeuger unbefriedigenden Niveau. Von Weizenpreisen um 20 bis 25 €/dt netto wie im Wirtschaftsjahr 2012/2013 können Ackerbauern im Moment nur träumen. Christian Solle, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, beschreibt, wie Ackerbauern ihre Liquidität trotzdem sichern können.

Weltweit haben die Landwirte in den letzten drei Jahren sehr gute Ernten eingefahren, welche die Getreidenachfrage deutlich überstiegen haben. Die globalen Lagerbestände sind so hoch wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Zusätzlich zu dieser sehr guten Versorgungslage ist eine gesunkene Nachfrage der wichtigsten Importländer in Nordafrika und dem mittleren Osten festzustellen. Die Kaufkraft dieser Schwellenländer beruht fast ausschließlich auf dem Rohölexport, der durch den dramatischen Preisverfall am Ölmarkt innerhalb der letzten zwei Jahre eingebrochen ist. Anhand dieser grundsätzlichen Daten spricht daher mittelfristig wenig für zufriedenstellende Preise an den Getreidemärkten.

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