Vernichtung von Bier

Foto: imago/allOver-MEV

Die Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben den Bierverkauf in Deutschland im vergangenen Jahr kräftig sinken lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag vergangener Woche mitteilte, haben die hierzulande ansässigen Brau-ereien und Bierlager 2020 insgesamt 86,97 Mio. hl Bier abgesetzt, das waren 5,08 Mio. hl oder 5,5 % weniger als im Vorjahr. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Drittstaaten eingeführte Bier nicht enthalten. Geschlossene Bars und Restaurants sowie abgesagte Feste sorgten nach Angaben der Wiesbadener Statistiker besonders im April und Mai letzten Jahres für eine deutliche Flaute beim Bierabsatz. In den Sommermonaten sei es dann aufgrund der gelockerten Beschränkungen zu einer leichten Erholung gekommen. Die ab Herbst wieder verschärften Corona-Auflagen hätten den Bierabsatz im November aber erneut drastisch sinken lassen, nämlich um 14,1 %. Wie der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, zu den amtlichen Zahlen feststellte, ist die Krise der Braubranche weitaus tiefer, als diese das vermuten lassen. Nach einer Umfrage des Verbandes hätten die Brauereien 2020 ein Umsatzminus von im Mittel 23 % hinnehmen müssen. Mit den Lockdowns und dem dadurch ausgelösten Zusammenbruch des Fassbiermarktes sei den Brauereien von einem Tag auf den anderen ein großer Teil ihrer wirtschaftlichen Basis weggebrochen, berichtete Eichele. Ware im Millionenwert habe bereits vernichtet werden müssen.