Am deutschen und am europäischen Schlachtschweinemarkt hat sich der zuletzt spürbare Anstieg der Erzeugerpreise weiter fortgesetzt. Der Grund ist das zu knappe Lebendangebot für die langsam anziehende Fleischnachfrage. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) setzte am Mittwoch vergangener Woche ihre Leitnotierung für Schlachtschweine um 7 Cent auf glatt 2,00 €/kg Schlachtgewicht (SG) herauf. Erst zweimal, nämlich im Dezember 2019 und im März 2020, wurde diese Marke kurzfristig übertroffen. Laut VEZG trifft das weiter zurückpendelnde Schweineangebot auf eine sich zügiger entwickelnde Nachfrage der Schlachtunternehmen. Hier und da wurden in Erwartung steigender Preise laut Marktbeobachtern auch Schweine zurückgehalten, was die Verfügbarkeit zusätzlich verknappte. Zurückkehrende Urlauber und die Wiederaufnahmen der Produktion in den Fleischwaren- und Wurstbetrieben sowie Grillaktivitäten und Großveranstaltungen bescherten auf der anderen Seite dem Fleischmarkt gewisse Impulse. Auch die Teilstückpreise zogen an. Die Aussicht auf mögliche Lieferungen von deutschem Schweinefleisch nach Südkorea nach Anerkennung des Regionalisierungskonzeptes machte ebenfalls Hoffnung.