Viel los in Beckrath

Foto: Sebastian ­Lammerich

Beim traditionellen Feldtag in Erkelenz-Venrath kamen letzte Woche wieder zahlreiche Besucher zusammen. Trotz wechselhafter Witterung fanden die Versuche beim Fachpublikum großen Anklang. Sebastian Lammerich und Thomas Ludwicki, Landwirtschafts­kammer NRW, berichten.

 

Kreislandwirtin Dr. Juliane Wahode wies in ihrer Eröffnungsrede auf die He­raus­for­de­rungen für die Ackerbaubetriebe hin, die sich in diesem pflanzenbaulich gesunden Frühjahr eher in der schwierigen ökonomischen Marktlage als auf dem Feld zeigen. Sie betonte, dass gerade auf den leichteren Sandstandorten in der Rheinschiene bereits eine sehr angespannte Wasserversorgung herrsche und Niederschläge dringend notwendig seien. Auf den Gunststandorten seien bei passenden jetzt einsetzenden Niederschlägen die Bestände jedoch ausreichend mit Wasser versorgt.

 

Angeregte Diskussion

 

Im Feld diskutierten die sehr interessierten Besuchergruppen intensiv mit den Ackerbauberatern Nicolai Dreissen, Anselm Ostkirchen und Sebastian Lammerich die aktuelle Situation im Getreide. Aber auch ein Blick in die angespannte Zulassungssituation bei Pflanzenschutzmitteln und He­raus­for­de­rungen in weiteren nicht am Standort vertretenen Kulturen wie der Zuckerrübe durfte nicht fehlen. Unter anderem wurden hier die Situation rund um den Wirkstoff Flufenacet, zum Beispiel Herold SC, die große Bedeutung für den weiteren Anbau der Wintergerste, aber auch Winterweizen hat, sowie die aktuelle Läusesituation in Zuckerrüben angesprochen. Kurzfristig stehen dort bei entsprechendem Befall auf manchen Flächen noch Entscheidungen über eine Nachbehandlung an. Diese sollte keinesfalls in Mischung mit Pyrethroiden erfolgen, da hierdurch nicht nur die Schädlinge, sondern auch Nützlinge erfasst werden.

 

In der Gerste waren die wichtigsten Neuerungen neue Sorten mit Virustoleranz und besserer Blattgesundheit, speziell im Bereich Ramularia. Im Gegensatz zum Vorjahr zeigte sich über alle Sorten der sehr geringe Krankheitsdruck des Jahres 2025. Lediglich Zwergrost und vereinzelt Netzflecken sind in der unbehandelten Kon­trol­le zu entdecken. Daneben wurde auch der sortenspezifische Einsatz von Wachstumsreglern angesprochen. Einige neue Sorten haben hier einen etwas höheren Einkürzungsbedarf, ähnlich der älteren bekannten Sorte Lomerit. Auch die Praxis zeigt, dass zu stark reduzierte Maßnahmen bei vermeintlich trockenen Bedingungen zum Teil nicht zielführend waren.

 

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