Viele Flächen anders genutzt

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Das Ausmaß der weltweiten Landnutzungsänderungen ist nach einer Studie von Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Wageningen deutlich größer als bislang angenommen. Wie das KIT am Mittwoch vergangener Woche mitteilte, waren nach der Auswertung von Satellitendaten und Statistiken der vergangenen 60 Jahre rund 32 % der Fläche von Landnutzungsänderungen betroffen. Dieser Anteil sei etwa viermal so groß wie bisher gedacht. Laut der KIT-Forscherin Karina Winkler zeigten die Landnutzungsänderungen aber nicht überall auf der Welt die gleichen Muster. Im globalen Norden, zum Beispiel in Europa, den USA und in Russland, seien die Wälder ausgebreitet und die Ackerflächen verkleinert worden. Dagegen seien auf der Südhalbkugel – unter anderem in Brasilien und Indonesien – die Waldareale eingeschränkt worden, während die Acker- und Weideflächen ausgedehnt worden seien. Derweil habe sich die Geschwindigkeit von Landnutzungsänderungen im Laufe der Zeit verändert: Von 1960 bis etwa 2005 habe sich der Landnutzungswandel beschleunigt und danach bis 2019 verlangsamt. Nach Einschätzung der Wissenschaftler können die neuen Landnutzungsdaten die Grundlage für Klima- und Erdsystemmodelle verbessern und einen Beitrag zu politischen Debatten um Handlungsstrategien für eine nachhaltige Landnutzung in der Zukunft leisten.