In Sachen Nachhaltigkeit informierten sich kürzlich die Landfrauen des Bezirksverbandes Kleve über „smarte Energie“. Dazu besuchten sie in Weeze die Firma Wystrach GmbH. Der Metall verarbeitende Betrieb spezialisierte sich schon kurz nach der Gründung im Jahr 1988 auf die Herstellung von Gasflaschenbündeln für die Industrie. Geschäftsführer Wolfgang Wolter berichtete den Landfrauen, dass zur Wystrach-Produktpalette inzwischen auch orts-feste und mobile Speicher für Wasserstoff gehören.
Technisch ist es heute schon möglich, zu Hause über Photovoltaik produzierten Strom in Form von Wasserstoff zu speichern und bei Bedarf 365 Tage im Jahr abzugeben (Home Power Solutions). Beim Firmenrundgang konnten die Landfrauen eine mobile Wasserstoff-Tankstelle bestaunen, mit welcher künftig Busse, LKW und auch Schienenfahrzeuge betankt werden können. Wolter selber fährt ein Wasserstoffauto, das die Technologie der Brennstoffzelle nutzt. Die Firma Wystrach wurde als Innovationstreiber und Know-how-Träger in der „Wasserstoff-Welt“ in diesem Jahr für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert. Um auch für die Zukunft im Wasserstoffbereich gut aufgestellt zu sein, hat Wystrach sich im vergangenen Herbst mit der norwegischeN Firma Hexagon Purus zusammengeschlossen. Im Zuge der Fusion entstehen in naher Zukunft in Weeze zwei neue Produktionshallen und ein Bürogebäude. Eine Millioneninvestition, durch die 100 neue Arbeitsplätze am Niederrhein geschaffen werden. Die Landfrauen waren sehr beeindruckt von der Weezer Wasserstofftechnologie für die Energiewende.
Marlies Wollschläger