Vier Stufen für den Handel

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Die in der Initiative Tierwohl (ITW) vertretenen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) werden Fleisch zukünftig mit dem einheitlichen System „Haltungsform“ kennzeichnen. Damit entspreche der Handel dem Verbraucherwunsch nach mehr Erkennbarkeit und Transparenz, teilte die ITW vergangene Woche mit. Ab April 2019 sollen zunächst verpackte Fleischprodukte schrittweise mit der Kennzeichnung eingeführt werden. Das System besteht aus vier Stufen und ordnet bestehende Qualitäts-, Tierwohl- und Biosiegel für Schweine, Geflügel und Rinder in diese Kategorien ein. Die Organisation des Kennzeichnungssystems erfolgt über die Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH, die auch Trägerin der ITW ist. Das Bundeslandwirtschaftsministerium begrüßte die Initiative für eine einheitliche Kennzeichnung von Fleischprodukten, wies allerdings da­rauf hin, dass die geplante staatliche Tierwohlkennzeichnung über die geplante Haltungskennzeichnung des Handels hi­nausgehe. Man stehe hinsichtlich der Kriterien für das staatliche Zeichen „kurz vor dem Abschluss“, teilte Agrarstaatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens mit.

Nachdem einige Handelsketten 2018 bereits eigene Kennzeichnungssysteme für Fleisch eingeführt hätten, werde mit der „Haltungsform“ laut ITW jetzt ein einheitliches und unternehmensübergreifendes System geschaffen. Dabei werde auf der Verpackung ein Überblick gegeben, wie die Tiere gehalten würden. Die Angaben seien so konzipiert, dass diese grundsätzlich auch mit dem geplanten staatlichen Tierwohllabel vereinbar sind. Die „Haltungsform“ sei kein neues Tierwohl-Siegel, sondern gliedere alle bestehenden Tierwohlprogramme in ein System mit vier Kategorien ein, erklärte die ITW. Teilnehmen werden unter anderem die großen Ketten Aldi, Edeka, Rewe, Kaufland, Netto und Penny. Vollständige Informationen zu den Kriterien der einzelnen Stufen erhalten Verbraucher auf der Webseite www.haltungsform.de. AgE