Die Erzeugerringe für Ferkelerzeugung und Schweinemast in NRW haben auch für das Jahr 2022 wieder umfangreiche Daten zur Gesundheit und Robustheit ausgewertet. Dr. Frank Greshake stellt die Ergebnisse vor.
Seit 2014 liegt der Förderschwerpunkt im Schweinebereich auf Gesundheit und Robustheit. Die Erzeugerringe in NRW haben vor diesem Hintergrund Daten ausgewertet, um den Züchtern und den Landwirten die Verbesserung der Gesundheits- und Robustheitsmerkmale zu erleichtern.
Bei den Sauen werden die Nutzungsdauer (Anzahl der Würfe und Abgänge sowie Abgangsursachen) und die Fruchtbarkeit (Anzahl der tot und lebend geborenen Ferkel) beurteilt. Im Schweinemastbereich stehen die Robustheit in Form von vorzeitigen Abgängen inklusive der Ursachen dafür sowie die Schlachtbefunde im Vordergrund. Die erhobenen Daten der NRW-Ringe für Ferkelerzeugung und Schweinemast werden durch den Erzeugerring Westfalen in Senden aufbereitet. Die gemeinsame Ringauswertung wird dem Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium übergeben sowie im Rahmen der Jahresberichte der Erzeugerringe veröffentlicht. Die Veröffentlichung ist für die Förderung durch die öffentliche Hand verpflichtend. Die notwendige Datenerhebung und Auswertung wird durch das Ministerium unterstützt. Ohne die Mithilfe der Landwirte, Schlachtunternehmen und Mitarbeiter bei den Erzeugerringen wäre die Auswertung aber nicht möglich. Sie alle tragen damit zur Verbesserung der Gesundheit und Robustheit bei.
Für die Auswertung flossen 290 (Vorjahr 329) Ferkelerzeuger und 513 (Vorjahr 556) Mastbetriebe ein. Für das Jahr 2022 haben die Beteiligten insgesamt fast 174 533 Würfe (–31 947) und rund 2 208 522 Mio. verkaufte Mastschweine (–221 107) ausgewertet. Diese große Zahl erlaubt auch eine Differenzierung der Ergebnisse nach Schweineherkünften.
Die erfassten Genetiken stellen einen repräsentativen Querschnitt der Sauen- und Mastschweinehaltung in NRW dar. Die Zahl der Herkünfte schrumpft, weil die „Großen“ Marktanteile gewinnen beziehungsweise die „Kleinen“ nicht auszuwerten sind. Über 40 % der ausgewerteten Würfe (43,4 %) und Mastschweine (42,84 %) stammen von DanHybrid-Sauen. Sie „beherrschen“ damit den Mittelwert. Der Anteil sinkt aber.
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