Die Schweizer Regierung hat den Bürgern im Land empfohlen, bei der am 25. November anstehenden Abstimmung die Volksinitiative „Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere“ (Hornkuh-Initiative) abzulehnen. Die Volksinitiative war im März 2016 von der Interessengemeinschaft Hornkuh mit dem Ziel eingereicht worden, dass wieder mehr ausgewachsene Kühe, Zuchtstiere, Ziegen und Zuchtziegenböcke Hörner tragen. Darum soll der Staat Halter finanziell unterstützen, solange die ausgewachsenen Tiere Hörner tragen. Die Regierung begründete ihre ablehnende Haltung mit dem Argument, dass solche Zahlungen falsche Anreize schafften und den Tieren letztlich mehr schadeten als nutzten. Der Bundesrat steht auf dem Standpunkt, dass die Unfallgefahr für Mensch und Tier umso höher ist, je mehr Tiere mit Hörnern gehalten werden. Dadurch könne eine Haltung notwendig werden, welche die Bewegungsfreiheit der Tiere einschränke. Dies widerspreche aber Landwirtschaftspolitik, die eine tiergerechte Haltung fördere. Ob auf einem Hof Tiere mit oder ohne Hörner gehalten würden, müssten die Landwirte als Unternehmer selbst entscheiden können.
Volksinitiave Hornkuh: Schweizer Regierung empfiehlt Ablehnung
Foto: landpixel