RWZ stellt Geschäftszahlen für 2024 vor
Im vergangenen Herbst machte ein internes Schreiben bei der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ) die Runde. Darin schrieb Vorstandsvorsitzender Christoph Kempkes noch, es herrsche Alarmstufe Orange, und warnte, das Unternehmen werde in 2024 seine Geschäftsziele verfehlen. Am Dienstag stellte er gemeinsam mit dem für Finanzen zuständigen Vorstand Michael Göthner vor Journalisten die Geschäftszahlen für das Vorjahr vor. Dabei stellte er mit Blick auf die Warnungen im Herbst fest: „Der Elefant hat sich zu einem Mäuschen entwickelt.“ Kempkes räumte aber ein, dass man nicht alles geschafft habe, was man sich vorgenommen habe. Aus Sicht des Vorstands sei es deswegen ein „mittelmäßiges Jahr“ gewesen.
5 % Dividende geplant
Tatsächlich weist der Jahresabschluss des Unternehmens, das im Juli 2023 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, einen leicht rückläufigen Umsatz aus (2024: 2,854 Mrd. € gegenüber 2,968 Mrd. € in 2023). Der EBIT, laut Kempkes das „Maß der operativen Leistung“, erreichte nach Einschätzung der RWZ mit 21 Mio. € dagegen ein Niveau „etwa auf dem Level vor dem Ausnahmejahr 2022“. Danach war diese Kennzahl Kempkes und Göthner zufolge sehr stark von den Gebäudeerlösen beeinflusst. Damit gemeint sein dürfte vor allem der bisherige Unternehmenssitz in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs. Der Vorsteuergewinn (EBT) wird 2024 den RWZ-Angaben zufolge 8 Mio. € betragen. Auf Nachfrage kündigte Kempkes eine Dividende von 5 % an, also 50 ct je Aktie.
Der Vorstandsvorsitzende zeigte sich dennoch zufrieden mit dem finanziellen Status, denn der sei „solide“ und man verfüge über ausreichend Liquidität. Dabei sieht er das Unternehmen etwa dadurch gestärkt, dass der Fremdkapitaleinsatz um etwas mehr als 40 Mio. € gesunken ist. Damit verringerte sich auch der Kapitaldienst und die Eigenkapitalquote ist auf 21 % gestiegen. Der Jahresgewinn hat laut Kempkes vor allem von zwei Sparten profitiert: dem Kartoffelhandel sowie dem Großhandelsgeschäft mit Betriebsmitteln wie Saatgut, Dünger und Pflanzenschutz. Als Herausforderungen im vergangenen Jahr adressiert Kempkes dagegen die Bereiche Agrartechnik sowie Weinbau und Kellerei.
ds
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