Im Raps beginnt die Schädlingssaison mit dem Zuflug der Stängelrüssler. Der Gefleckte Kohltriebrüssler und der Große Rapsstängelrüssler überwintern als Käfer im Boden. Sie reagieren unmittelbar auf die ersten wärmeren Tage mit frühlingshaften Temperaturen. Das ist für sie ein Anreiz, aktiv zu werden. Ursula Furth, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, weiß, was dann zu tun ist.
Bleibt es zwei bis drei Tage sonnig und warm mit Temperaturen oberhalb von 12 °C, verlassen die Rüssler ihr Winterlager, um Rapsfelder anzufliegen. Das geschah 2015 Anfang März, 2014 schon Ende Februar. Nach dem Erstzuflug in den Bestand müssen die Käfer zunächst einen Reifefraß durchführen. Dann legen die Rüssler ihre Eier in die Blattstiele ab. Die Dauer des Reifefraßes und die Intensität der Eiablage sind abhängig vom weiteren Temperaturverlauf. Bei höheren Temperaturen steigt die Eiablage in wenigen Tagen rasant an. Folgen aber auf vereinzelt warme Tage kühlere Perioden, verzögert sich die Eiablage und damit vergrößert sich die Zeitspanne bis zur Behandlung.
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