Vulkan hinterm Kuhstall

Foto: Petra Jacob

Praktisch die gesamte Energie auf Island stammt aus erneuerbaren Ressourcen. Dank geothermaler Energie wachsen dort auch Tomaten und viele andere Gemüse in Gewächshäusern. Und so mancher Landwirt baut sich ein eigenes Geothermiekraftwerk auf dem Hof.

 

Auf Island dampft es aus Rissen und Spalten in der Erdoberfläche, Geysire schießen bis zu 100 m in die Luft und in den Seen und Flüssen brodelt das Wasser. Mit der Hitze aus dem Untergrund produzieren die Geothermiekraftwerke Strom und Wärme. Hellisheiði ist mit einer installierten Leistung von 303 MW Strom und 200 MW Wärme eines der größten der Welt. Es produziert mit dem nicht weit entfernten Kraftwerk Nesjavellir die Hälfte des Warmwassers für Reykjavik. Die Fernwärme in der Hauptstadt kommt zu fast 100 % aus Geothermie. Kilometerlange Rohre liefern heißes Wasser an Haushalte, öffentliche Schwimmbäder oder in Gewächshäuser. Dank der Hitze aus dem Boden und günstigen Strompreisen wachsen in Island deshalb seit ein paar Jahren ganzjährig Gemüse, Pilze, Kräuter sowie Blumen und Erdbeeren.

 

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Petra Jacob