Die Entwicklung der Wälder in Nordrhein-Westfalen wird in den kommenden Wochen wieder durch Stichproben und gezielte Untersuchungen ermittelt. Wie das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium mitteilte, ist die jährliche Waldzustandserhebung am Dienstag vergangener Woche gestartet. Der Parlamentarische Staatssekretär im Agrarressort, Horst Becker, hofft auf positive Effekte durch die Umweltpolitik des Landes. Da der Waldzustand ein wichtiger Indikator für den Zustand der Umwelt im Allgemeinen sei, stelle die Überwachung eine wichtige Aufgabe der Forstleute vom Landesbetrieb Wald und Holz dar. Laut Becker wurde 2015 erstmals seit Jahren wieder eine Verbesserung des Gesundheitszustandes der Wälder verzeichnet. Allerdings setzten der Klimawandel und seine Folgen den Forsten weiterhin zu. Der Leiter der Waldzustandserhebung, Lutz Falkenried, wies darauf hin, dass die Niederschlagssumme in den Sommermonaten tendenziell abnehme, während die Abstände zwischen den Mastjahren immer kürzer würden. Zudem setzten Fraßinsekten und Pilze den geschädigten Bäumen immer mehr zu. All das spiele sich vor dem Hintergrund noch immer nicht vollständig erholter Böden ab.