Warenkorb doppelt so teuer

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Bereits seit Sommer 2021 steigen laut Verbraucherzentrale NRW die Nahrungsmittelpreise besonders stark. Im März 2023 betrug  ihren Angaben zufolge die Teuerung 22,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit sei der Preisanstieg inzwischen höher als für Energie und Lebensmittelpreise seien die Treiber der Inflation.

In einem Marktcheck hatten Experten der Verbraucherzentrale NRW im März 2023 in einer Stichprobe 20 Grundnahrungsmittel des täglichen Bedarfs bei vier großen Einzelhändlern in mehreren Kommunen in NRW gekauft. Dabei hätten sich über alle Filialen und Anbieter hinweg große Preisunterschiede gezeigt. Der teuerste Warenkorb habe 62,93 € gekostet, während theoretisch durch gezieltes Einkaufen und Beachtung der Grundpreisangabe (Preis je Kilogramm bzw. Liter) in den verschiedenen Märkten und Städten ein vergleichbarer Warenkorb bereits für 31,99 € zu bekommen gewesen wäre. „Die Kosten für Grundnahrungsmittel lassen sich also halbieren“, wird Frank Waskow zitiert, Lebensmittelexperte der Verbraucherzentrale NRW. Die Organisation will den Marktcheck im Sommer wiederholen.

Laut Waskow lohne es sich besonders in der Krise, Preise zu vergleichen. Immerhin habe man bei 15 von 20 untersuchten Lebensmitteln sehr große Preisunterschiede von mehr als 100 % festgestellt. So habe etwa ein kg Weizenmehl Typ 405 im Angebot 0,55 € gekostet, das teuerste Mehl hingegen 1,89 € pro Kilo. Dass Gemüse fast so teuer wie Fleisch ist, hat die Verbraucherzentrale eigenen Angaben zufolge bei dem Marktcheck nicht feststellen können. Das teuerste Gemüse der Stichprobe sei Wirsing für 3,49 €/kg gewesen, das teuerste Obst waren Äpfel für 3,99 €/kg. Letztere kosteten die Hälfte des günstigsten Fleischangebots (gemischtes Hackfleisch für 7,49 €/kg).