Warum Schwefel zum Grünland?

Foto: Hubert Kivelitz

Gerade die Bedeutung des Schwefels wird in der Grünlanddüngung mitunter unterschätzt oder ein Schwefelmangel nicht hinreichend wahrgenommen. Schwefel stellt auch für die pflanzliche Nährstoffversorgung ein essenzielles Element dar. Hubert Kivelitz, Landwirtschaftskammer NRW, erklärt, worauf es ankommt.

Grünland, Ackergras und vor allem Kleegras weisen insbesondere bei intensiver Schnittnutzung aufgrund hoher Rohproteinerträge einen hohen Schwefelbedarf auf. Pro Dezitonne TM-Ertrag bei Gras werden 0,25 bis 0,3 kg Schwefel benötigt. Bei einem Ertrag von 80 dt/ha TM ergibt sich so ein Schwefelbedarf von 20 bis 24 kg/ha.

Insbesondere intensiv genutzte und entsprechend hoch mit Stickstoff gedüngte Grünlandbestände können bei gleichzeitig hoher Nährstoffabfuhr auf eine Schwefeldüngung mit Mehrerträgen reagieren. Dagegen werden bei niedrigerem Ertragsniveau und regelmäßiger organischer Düngung keine nennenswerten Ertragseffekte durch eine zusätzliche Schwefeldüngung festgestellt.

Mehr in LZ 7-2023 ab S. 40