Warum Urlaub und Freizeit kein Luxus sind

Foto: Silke Bromm-Krieger

Freizeit ist die Voraussetzung für Erholung und Erholung für eine erfolgreiche Betriebsführung. Doch oft tun sich Landwirte schwer damit, genügend Auszeiten einzuplanen. Gesundheitliche Probleme können die Folge sein.

Landwirt Markus Schmidt (Name geändert) arbeitet auf dem elterlichen Familienbetrieb. In absehbarer Zeit wird er den Hof übernehmen. Darüber freut er sich, sieht der Übergabe jedoch auch mit gemischten Gefühlen entgegen. Täglich beobachtet er, dass sein Vater fast rund um die Uhr im Einsatz ist. In den zurückliegenden Jahren gönnte er sich keinen Urlaub und kaum Freizeit. Mit den eigenen Kräften achtsam zu haushalten, fällt ihm schwer. Seine Dauerbelastungsgrenze scheint aus Sicht des Sohnes längst überschritten.

Mittlerweile nimmt Markus Schmidt seinen Vater häufig als erschöpft, ausgepowert und müde wahr. Deshalb hat er sich vorgenommen, es anders zu machen, wenn er Betriebsleiter ist. Er will für sich regelmäßige Freizeiten und freie Wochenenden einplanen und mit seiner Familie auch einmal Urlaub machen. Ob sein Vater dafür Verständnis aufbringen wird? Darüber gesprochen haben die beiden noch nicht. Markus Schmidt ertappte sich kürzlich dabei, dass er an seinem eigentlich freien Wochenende doch auf den Betrieb fuhr. Er erhielt einen Anruf, dass an einer Landmaschine ein wichtiges Ersatzteil fehlte, und entschied spontan, sich schnell selbst darum zu kümmern. Im Nachhi-nein überlegte er: Hätte ich diese Aufgabe nicht delegieren können? Muss meine permanente Erreichbarkeit wirklich sein?

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