Traditionell findet nach der Getreideernte ein- bis zweimal eine Stoppelbearbeitung statt, wodurch der Acker während der Zeit zwischen der Ernte der Vorkultur und der Neuansaat brachliegt. In dieser Phase wird die auf den Boden fallende Sonnenenergie nicht genutzt und Wasser verdunstet unproduktiv. Wie Sommerzwischenfrüchte hier helfen können, erklären Michael Gersmann und Uwe Kalthoff, Landwirtschaftskammer NRW.
Durch den Anbau einer Sommerzwischenfrucht kann die Sonnenenergie effektiv genutzt werden, Wurzelexsudate werden an das Bodenleben abgegeben und der Boden wird vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Es ist empfehlenswert, Mischungen aus verschiedenen Arten einzusetzen, um den Boden mit unterschiedlichen Wurzelexsudaten zu versorgen.
Das Konzept des Planting Green oder auch immergrünen Systems kann dazu beitragen, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und die Biodiversität in Getreidefruchtfolgen zu erhöhen. Zur Bewertung der Effekte einer Sommerzwischenfrucht wurden auf dem Wasserrahmenrichtlinien-Modellbetrieb Nolle Buschmann in Ostbevern Demoanlagen eingerichtet.
Mehr in LZ 24-2024 ab S. 22