Der Einsatz von Antibiotika dient der Gesundheit von Tier und Mensch. Aufgrund der zunehmenden Resistenzentwicklung von Mikroben gegen zahlreiche Wirkstoffe gilt es in allen Bereichen, den Einsatz von Antibiotika so weit wie möglich zu verringern – auch in der Geflügelhaltung. Ob alternative Prophylaxemaßnahmen dabei helfen können, wurde in einem speziellen Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz erprobt. Annegret Keulen war bei der Abschlussveranstaltung des Projekts am 23. April in Bonn für die LZ dabei.
Am MuD Tierschutzprojekt „Antibiotikaminimierung in der Geflügelhaltung: Alternative Prophylaxemaßnahmen (AntiMin-Pro)“ beteiligten sich bundesweit insgesamt 13 Geflügelhalter, darunter Hähnchenmäster, Putenmäster sowie Legehennenhalter. Auch Biobetriebe waren darunter. Zu Beginn der zweieinhalbjährigen Projektlaufzeit erfolgte in jedem Praxisbetrieb eine Schwachstellenanalyse, auf deren Grundlage die Projektbeteiligten entschieden, welche Prophylaxemaßnahmen in dem jeweiligen Betrieb zum Einsatz kommen sollten. Dies waren zum Beispiel Aromazusätze, Probiotika oder Huminsäuren, welche die Tierhalter entweder über das Futter oder das Tränkwasser verabreichten, oder aber Präparate wie Pflanzenkohle, Tonminerale oder effektive Mikroorganismen, die in die Einstreu oder Stallumgebung eingebracht wurden.
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