Was macht der (Bio-)Tannenbaum im Sommer?

Foto: Meike Siebel

Was macht der Tannenbaum im Sommer? – Um diese Frage zu klären, hat Meike Siebel, Landwirtschaftskammer NRW, eine Familie im Sauerland besucht, die seit drei Generationen Weihnachtsbäume anbaut und auf Bio umgestiegen ist.

 

Für euch geht jetzt die Arbeit los!“ So lautet die landläufige Meinung zur Hochsaison auf einem Weihnachtsbaumbetrieb. Die ist aber so nicht korrekt. Die Ernte geht, für alle Welt offensichtlich, im November los. Arbeit jedoch gibt es das ganz Jahr über. Was sich tatsächlich hinter dem Kreislauf von Pflanzen, Pflegen, Schneiden und Verkaufen eines Baumes verbirgt und vor allem: was das Besondere an der Kultivierung von Bioweihnachtsbäumen ist, das zeigt Familie Schulte-Göbel Besucherinnen und Besuchern im Rahmen der BioWochen NRW auf ihrem Betrieb.

 

Der Weihnachtsbaumhof Schulte-Göbel liegt nahe Schmallenberg im Hochsauerlandkreis im Felbecker Land. Familie Schulte-Göbel bietet schon seit Jahren regelmäßig Führungen und Feste im Rahmen der BioWochen NRW an. Mit „Die Biotanne im Sommer“, „Wanderung zu den Biotannen und Schafen“ oder „Einladung zum Hoffest“ bitten Konrad, Jonas und Gerhard Schulte-Göbel und damit gleich drei Generationen des Familienbetriebs Interessenten zu einem Besuch auf ihre Flächen. Und die Besucherinnen und Besucher kommen gerne!

 

Dabei beweisen die drei Weihnachtsbaum-Profis den Gästen nicht nur, dass es das ganze Jahr über sehr wohl sehr viel zu tun gibt in dem gut 20 ha umfassenden und damit für einen Bioweihnachtsbaumerzeuger eher größeren Betrieb. Vor allem machen sie deutlich, welche Unterschiede es zwischen konventionellen und ökologischen Weihnachtsbaumkulturen gibt.

 

Seit 1997 ist der Weihnachtsbaumhof „Bio“, Großvater Gerhard hat ihn ehedem nach allergischen Reaktionen auf chemisch behandelte Weihnachtsbaumkulturen ganz konsequent umgestellt. „Wir verwenden gar keine Pflanzenschutzmittel“, nennt der heutige Betriebsleiter Konrad Schulte-Göbel einen elementaren Unterschied zum konventionellen Anbau. Das erfordere aber eine von Anfang an sehr umsichtige Kulturführung, die er den Besuchern auf der rund zweistündigen Führung vorstellt.

 

Mehr in LZ 38-2025 ab S. 40.