Was nach der Flut bleibt

Foto: privat

Gemütlich ist es im rustikalen Schankraum bei Adolf Schreiner. Das Weingut liegt in Rech nur rund 300 m vom Ufer der Ahr entfernt. Der alteingesessene Betrieb ist seit über 100 Jahren in fa-miliärer Hand, Winzermeister Adolf Schreiner, genannt Addi, ist die vierte Generation. Wenn er mit den Flaschen an den Tisch kommt, Wissenswertes zu den verkosteten Weinen erklärt und Anekdoten erzählt, leuchtet ein schelmisches Funkeln in seinen Augen und man merkt: Hier ist einer in seinem Element. Seit 1989 arbeitet er im Weingut mit und übernahm es 2001.

Dass er in diesem Jahr überhaupt etwas zum Ausschenken hat, ist nicht so selbstverständlich, wie es die lange Familientradition vermuten ließe. Und dass der Betriebsinhaber noch Grund zum Lachen findet, ebenso wenig. Denn vor nicht einmal 1,5 Jahren schien hier die Welt innerhalb von Minuten zum Stillstand zu kommen.

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