Was sagen die Landwirte Europas?

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Die Einigung zur Ausgestaltung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ist von den Landwirtschaftsverbänden in den Mitgliedstaaten unterschiedlich bewertet worden. Für den französischen Bauernverband (FNSEA) ist die neue GAP „alles andere als der Status quo“. Es gebe eine neue Konditionalität, und ein Viertel des Budgets der Ersten Säule fließe in die Öko-Regelungen. „Nicht unerhebliche Folgen“ erwartet der Verband unter anderem von den neuen Vorgaben für den Anteil an Brachen. Der Organisation der Junglandwirte (JA) gehen die Beschlüsse indes nicht weit genug. Sie zeigten „mangelnden Ehrgeiz“ und seien ein Versuch, die „Herausforderungen von morgen mit veralteten Instrumenten“ zu lösen.

Italiens mitgliedstärkster Landwirtschaftsverband Coldiretti begrüßte den Kompromiss zu den Eco-Schemes. Es müsse sich aber um leicht umsetzbare Vorlagen handeln, damit die Landwirte den schon eingeschlagenen Weg der Nachhaltigkeit fortsetzen könnten. Der Verband warnte, dass eine eventuelle Anpassung von GAP und Green Deal auf keinen Fall zu Unsicherheiten auf Rechtsebene führen dürfe. Daneben müssten Zielsetzungen, die im Moment nicht prioritär seien, vermieden werden. Spaniens mitgliederstarker Bauernverband COAG sieht in dem GAP-Beschluss eine „schwere Last“ für die Branche.

Konkret abgelehnt wird von ihm unter anderem die Bereitstellung von 25 % der Direktzahlungen für die Eco-Schemes. Um diese zu erhalten, müssten die Betriebe zusätzliche Ausgaben tätigen, die der Markt nicht vergüten werde. Die Folge sei ein Rückgang der Betriebseinkommen. Auch der irische Bauernverband (IFA) macht sich Sorgen um die Betriebseinkommen in der Landwirtschaft. Zwar könnten einige der Flexibilitäten, die in den detaillierten Texten zu den Eco-Schemes und der Umverteilung eingearbeitet worden seien, dazu beitragen, die Auswirkungen abzumildern. Die Reform werde aber immer noch „schwerwiegend“ für Fleischrinderhalter und Ackerbauern sein, zumal diese hart daran gearbeitet hätten, hohe Prämienansprüche aufzubauen.

AgE