Was tun bei Problemen auf dem Grünland?

Foto: Hubert Kivelitz

Problemflächen mit beispielsweise starkem Mäusebefall, starker Verunkrautung oder großen Lücken benötigen ein spezielles Grünlandmanagement. Was getan werden kann, um diese Flächen wieder fit zu bekommen, weiß Hubert Kivelitz, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Grundsätzlich sollen Sanierungsmaßnahmen auf dem Grünland beziehungsweise grundlegende Bestandsveränderungen über das Einbringen von Gräsern mit langsamer Jugendentwicklung – Knaulgras, Rohrschwingel, Wiesenlieschgras, Wiesenrispe und Wiesenschwingel oder auch Leguminosen wie Rotklee sowie Kräuter wie Spitzwegerich und Futterzichorie – erst im Spätsommer oder Frühherbst erfolgen. In diesem Zeitraum ist der Ansaaterfolg für solche Arten am größten und das Risiko relativ gering. Die Gründe sind vielfältig: kaum Frostgefahr, geringer Unkrautdruck, deutlich nachlassende Konkurrenz der Altnarbe, meist ausreichende Bodenfeuchtigkeit und Niederschläge. Nicht zuletzt halten sich die Ertragsdepressionen in der späten Vegetationszeit in Grenzen.

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