Problemflächen mit beispielsweise starkem Mäusebefall, starker Verunkrautung oder großen Lücken benötigen ein spezielles Grünlandmanagement. Was getan werden kann, um diese Flächen wieder fit zu bekommen, weiß Hubert Kivelitz, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Grundsätzlich sollen Sanierungsmaßnahmen auf dem Grünland beziehungsweise grundlegende Bestandsveränderungen über das Einbringen von Gräsern mit langsamer Jugendentwicklung – Knaulgras, Rohrschwingel, Wiesenlieschgras, Wiesenrispe und Wiesenschwingel oder auch Leguminosen wie Rotklee sowie Kräuter wie Spitzwegerich und Futterzichorie – erst im Spätsommer oder Frühherbst erfolgen. In diesem Zeitraum ist der Ansaaterfolg für solche Arten am größten und das Risiko relativ gering. Die Gründe sind vielfältig: kaum Frostgefahr, geringer Unkrautdruck, deutlich nachlassende Konkurrenz der Altnarbe, meist ausreichende Bodenfeuchtigkeit und Niederschläge. Nicht zuletzt halten sich die Ertragsdepressionen in der späten Vegetationszeit in Grenzen.
Mehr in LZ 8-2022 ab S. 35