Weitere Ausbrüche in Deutschland

Foto: imago/Swaantje Hehmann

In Deutschland gibt es weitere Nachweise der Geflügelseuche Newcastle Disease (ND), und zwar im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald und im bayerischen Landkreis Mühldorf am Inn. Das haben das Landwirtschaftsministerium in Potsdam und der Landkreis Mühldorf am Inn jetzt mitgeteilt. Demnach waren in Brandenburg in ­einem Legehennenbestand mit etwa 375 000 Tieren erhöhte Verluste und ein Rückgang der Legeleistung zu verzeichnen. In da­raufhin eingeleiteten Untersuchungen habe man die Seuche amtlich nachgewiesen. In Bayern sind laut den Landkreis-Angaben ungefähr 30 000 Masthähnchen betroffen. In beiden Fällen sind die bei ND vorgesehenen Schutzmaßnahmen inzwischen angelaufen. Eine Woche zuvor war im Südosten von Brandenburg in einer Putenmast mit 23 000 Tieren der seit 30 Jahren erste ND-Fall in Deutschland festgestellt worden. Kurz da­rauf gab es einen Nachweis in einem 100 000 Tiere umfassenden Legehennenbetrieb bei Erding in Bayern. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf Anfrage mitteilte, geht es bei diesen beiden Fällen von Punkteinträgen aus dem Ausland aus. Erst die nächste Zeit werde zeigen, ob es zu einer weiteren ­Ausbreitung komme. Erhöhte Vorsichtsmaßnahmen seien geboten. In Deutschland herrscht eine Impfpflicht gegen die ND. Laut dem FLI ist trotz Impfung aber eine Infektion möglich. So sei zum Beispiel der Impfschutz von Jungtieren während der Aufzuchtphase nur schwach.

 

AgE