Der Weizen steht in diesem Jahr auf den meisten Standorten sehr gut. Durch das eher feuchte Frühjahr sind die Böden wieder gut mit Wasser gesättigt. Der Regen hat aber auch die Entwicklung von Krankheiten befördert. Deswegen gilt es jetzt, Krankheiten gezielt zu bekämpfen, um den Weizen gesund zu halten und Erträge zu sichern, meint Manuel Trometer, Landwirtschaftskammer NRW.
Der sehr trockene und warme Herbst hat eine problemlose Aussaat ermöglicht. Betriebe, die Anfang Oktober schon sehr früh gesät haben, hatten bereits vor dem Winter sehr gut entwickelte Bestände. Gerade in den frohwüchsigen Weizenbeständen konnte bereits vor dem Winter der erste Mehltaubefall festgestellt werden. In durchschnittlichen Jahren mit einem frostigen Winter friert der Mehltaubefall aus dem Herbst im Winter ab. Durch den milden Winter in diesem Jahr ist ein Teil des Befalls mit in das Frühjahr getragen worden und musste bereits Ende März zu Beginn des Schossens, wenn die Schadschwelle überschritten wurde, behandelt werden. Anders als bei der Gerste, wo der Mehltau sehr einfach bekämpft werden kann, nehmen die Resistenzen der Wirkstoffe im Weizen zu. Erfreulicherweise hat die Witterung in den letzten Jahren wenig Mehltau zugelassen und auch die weniger anfälligen Sorten im Weizen, wie zum Beispiel Chevignon oder Informer, haben ihren Beitrag dazu geleistet. Mit den Wirkstoffen Proquinazid und Spiroxamine sind im Hinblick auf die Bekämpfung von Mehltau die besten Wirkungsgrade zu verzeichnen.
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