Da geht die Düse – bei Pflanzenschutzspritzen wird mitunter ein Wechsel der Düsen erforderlich. Die Auswahl ist groß und die Entscheidung will gut überlegt sein. Harald Kramer, Landwirtschaftskammer NRW, zeigt, worauf es ankommt.
Steht man vor der Wahl, neue Düsen für die Pflanzenschutzspritze kaufen zu müssen, sollte man den Bedarf anhand der folgenden Fragen überprüfen:
- Welche Wasseraufwandmenge fahre ich?
- Wie schnell fahre ich in den meisten Fällen?
- Wie hoch möchte oder kann ich den Spritzdruck fahren?
- Habe ich viele wasserführende Gräben an meinen Schlägen, muss ich Abstandsauflagen zum Schutz von Wasserorganismen, sprich NW-Auflagen beachten?
- Liege ich in einem nicht klein strukturierten Gebiet und habe ich schützenswerte Saumbiotope an meinen Flächen, sprich NT-Auflagen?
In den meisten Fällen muss man auf einen Düsentyp zurückgreifen, der entsprechende abdriftmindernde Eigenschaften aufweist. Wie hoch die Klasse sein muss – 50, 75 oder 90 % –, ist abhängig von den Mitteln, die man verwenden möchte. In den meisten Fällen kommt man heutzutage nicht mehr ohne eine 90-%-Düse aus, denn es reicht letztendlich ein Schlag an einem wasserführenden Graben.
Auch der Einsatz von sogenannten Randdüsen ist anzuraten, um ein Überspritzen im Randbereich zu schützenswerten Gewässern zu vermeiden. Die gängigsten Düsentypen in der Praxis sind kompakte Injektordüsen, wie beispielsweise AirMix, AIXR, IDK oder IDKN, beziehungsweise lange Injektordüsen, wie zum Beispiel ID, TurboDrop, AI, AVI oder TTI.
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