Welches Heu für Pferde?

Foto: Gisela Ehret

Pferde sind keine Rinder und brauchen anderes Heu – so viel ist klar. Doch das betrifft nicht nur den Nährstoffgehalt. Zu wenig beachtet werden die Anforderungen, die Pferde an die hygienische Qualität von Raufutter stellen, wie Gisela Ehret als freie Agrar­journalistin erläutert.

 

Lange Zeit war es üblich, Heu für Pferde Ende oder gar nach der Blüte zu schneiden. Jüngeres Heu stand im Verdacht, Krankheiten wie Hufrehe zu begünstigen. Welche Nährstoffdichte ein Heu für Pferde haben sollte, ist nicht pauschal zu sagen.

 

Ponys sind genügsamer als Warmblüter, Zuchtstuten haben einen anderen Bedarf als Pferde im Erhaltungs-Stoffwechsel. Klarheit bringen Heuanalysen und Bedarfstabellen. Die Praxis des späten Schnitts für Pferdeheu wurde teilweise zu weit getrieben. Mit dem Alter des Grasaufwuchses steigt auch die Gefahr des Verderbs. Überständiges Heu hat zwar eine geringe Energiedichte bei hohem Rohfaseranteil, was gut für an Hufrehe erkrankte oder übergewichtige Pferde ist. Es ist aber oft von minderwertiger hy­gienischer Qualität. Um die Energiezufuhr zu verringern, gibt es bessere Lösungen, zum Beispiel Futterstroh unterzumischen oder das Heu zu rationieren.

 

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