Die Weltmarktpreise für Zucker haben sich seit Anfang Oktober sehr stark entwickelt und dabei ein neues Zwölfjahreshoch markiert. Der Kontrakt auf Weißzucker an der Agrarterminbörse in London zur Lieferung im März 2024 kostete am Donnerstag vergangener Woche gegen 11 Uhr hiesiger Zeit umgerechnet 700 €/t. Am 25. Oktober hatte der Kurs mit umgerechnet 704 €/t sogar den höchsten Stand für Märzfutures seit August 2011 erreicht. Auch der Rohzuckerfuture an der New Yorker Börse verteuerte sich deutlich. Der betreffende Kontrakt mit Fälligkeit im März 2024 wurde für umgerechnet 573 €/t gehandelt. Zum Ende des vergangenen Monats hatte sich der Kurs sogar in der Spitze bei 582 €/t bewegt; das war der höchste Wert seit Oktober 2011. Als Auslöser für den Anstieg der Zuckerfutures führen Analysten die Erwartung von Marktakteuren an, dass Thailand seine Zuckerexporte bald einschränken könnte. Am Dienstag vergangener Woche hatte der stellvertretende Handelsminister des Landes betont, dass Zucker zu den inflationsrelevanten Waren gehöre und eine wichtige Rolle für die Ernährungssicherung Thailands spiele. Deshalb müsse ein Regulierungsgremium Vorgaben für die Ausfuhren des Süßstoffs machen. Zucker hatte sich in Thailand in den vergangenen Monaten deutlich verteuert.