Weltweit weniger Emissionen

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Mit dem wirtschaftlichen Einbruch im Zuge der Corona-Krise ist auch eine drastische Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen einhergegangen. Nach der Schätzung eines Forscherteams lagen die weltweiten täglichen CO₂-Emissionen Anfang April mit etwa 17 Mio. t um rund 17 % niedriger als vor der Pandemie. Der größte Anteil der täglichen Minderung entfiel laut dem Forschungsbericht mit 7,5 Mio. t auf den Verkehr am Boden, der demnach um 36 % gesunken ist. Der Ausstoß im Luftverkehr ging sogar um 60 % zurück. Die Studie liefert auch verschiedene Szenarien: Wenn die im März verfügten Beschränkungen bis Mitte Juni auf Null heruntergefahren werden, liegt der Ausstoß im Gesamtjahr 2020 nach den Berechnungen der Wissenschaftler voraussichtlich um rund 4 % niedriger als in den Vorjahren. Sollten die Beschränkungen bis Ende Mai bleiben und erst Ende Juli wieder der „Normalzustand“ hergestellt werden, beträgt der erwartete Rückgang etwa 5 %. Wenn zusätzlich zum zweiten Szenario die Behörden noch bis Jahresende einzelne Infektionsketten durchbrechen und Betroffene in Quarantäne schicken müssen, könnten die Treibhausgasemissionen sogar um rund 7 % sinken. Das Forscherteam betont, dass die Klima-Krise durch die Corona-Pandemie in keiner Weise entschärft werde. In ihrer Studie stellen die Forscher klar, dass eine „Delle“ bei den Treibhausgasemissionen für einen nachhaltigen Klimaschutz nicht ausreicht.