Weniger Antibiotika für Masttiere

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Mit Blick auf den Evaluierungsbericht über das Antibiotikaminimierungskonzept, der am Mittwoch vergangener Woche im Bundeskabinett beschlossen wurde, lobte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den dort nachgewiesenen Rückgang beim Antibiotikaeinsatz in der deutschen Schweinehaltung und bei Mastrindern. Sie bezeichnete aber gleichzeitig den festgestellten hohen Anteil an Reserveantibiotika im Geflügelbereich als „nicht akzeptabel“. Die Ministerin sieht hier dringenden Handlungsbedarf und erwartet auch von der Branche selbst „konkrete Vorschläge und Aktivitäten, um für eine dauerhafte Verbesserung der Situation in ihren Betrieben zu sorgen“. Andernfalls werde der Bund gesetzgeberisch tätig werden, warnte Klöckner. Laut dem Evaluierungsbericht sank die Gesamtverbrauchsmenge für alle sechs untersuchten Nutztiergruppen zwischen der zweiten Jahreshälfte 2014 und dem zweiten Halbjahr 2017 um 31,6 % auf 203,9 t. Wie aus dem Evaluierungsbericht weiter hervorgeht, lag der Anteil der auch für die Humanmedizin wichtigen „kritischen“ Wirkstoffklassen bei Mastferkeln, Mastschweinen, Mastkälbern und Mastrindern im Berichtszeitraum bei jeweils weniger als 10 %. Demgegenüber habe bei Masthühnern und Mastputen der Anteil der sogenannten Reserveantibiotika fast 40 % der jeweils ermittelten Verbrauchsmenge betragen.