Wassergräben und kleine Bäche am Rand von landwirtschaftlichen Flächen tragen erheblich dazu bei, die aus der Landwirtschaft stammenden Schadstoffe im Wasser zu verringern. Sie fördern vor allem den Nitratabbau durch Mikroorganismen und haben so einen wichtigen Einfluss auf den Stickstoffgehalt in Flüssen und Seen. Dies hat ein Forschungsteam um Prof. Tillmann Lüders vom Lehrstuhl für Ökologische Mikrobiologie der Universität Bayreuth jetzt erstmals nachgewiesen. Nach Angaben der Wissenschaftler steht das Bachwasser in einem intensiven Austausch mit dem umgebenden Grundwasser, wodurch die Mikroben stimuliert werden. Die Studie biete wichtige Anknüpfungspunkte für eine nachhaltigere Gestaltung von Agrarlandschaften. Die Randgebiete landwirtschaftlich genutzter Flächen mit ihren charakteristischen Wassergräben könnten nämlich gezielt so gestaltet werden, dass Schadstoffbelastungen aus der Landwirtschaft effizienter eliminiert würden. Dadurch ließen sich Fließgewässer sowie das Grund- und Trinkwasser besser schützen.