Weniger Reserveantibiotika eingesetzt

Die Tierhalter in Deutschland haben in den vergangenen Jahren nicht nur den Verbrauch von Antibiotika spürbar verringert, sondern gemeinsam mit den Tierärzten auch die Verwendung sogenannter Reserveantibiotika eingeschränkt. Das geht aus den Monitoringergebnisse der QS Qualität und Sicherheit GmbH hervor. Ihnen zufolge ist die Einsatzmenge der in der Humanmedizin besonders wichtigen Antibiotikagruppen, den sogenannten kritischen Antibiotika, gegenüber 2017 je nach Medikamentengruppe um bis zu 30 % gesunken. Von 2014 bis 2018 ist demnach der Antibiotikaeinsatz bei den Haltern von Schweinen, Geflügel oder Mastkälbern im QS-System insgesamt von 706 t auf 464 t und damit um 34 % gesunken. Die dabei erfolgte Minderung der Gaben von Antibiotika, die für den Menschen wichtig sind, widerlege den Vorwurf, wonach der Einsatz dieser Reserveantibiotika in der Tiermedizin in jüngster Vergangenheit angestiegen sein solle, betonte der niedersächsische Landesbauernverband. Gerade mit Blick auf den Tierschutz müssten kranke Tiere medizinisch behandelt werden. Dabei zeigten die rückläufigen Zahlen, dass Tierhalter und Tierärzte sensibilisiert und in hohem Maße um einen restriktiven Einsatz bemüht seien.