Die Molkereiunternehmen Hochwald und FrieslandCampina haben beschlossen, ihre Kräfte zu vereinen, um die Milchabholung effizienter zu gestalten. Wie die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären, wird durch den Austausch von Mitgliedermilch zwischen den Unternehmen die Entfernung von den Milchviehbetrieben zu den Verarbeitungsstätten wesentlich kürzer. Dies resultiere in Kosteneinsparungen und fördere eine nachhaltigere Milchabholung durch Einsparung von jährlich über 1 000 t CO₂.
Der CEO von Hochwald Foods, Detlef Latka, sagte dazu: „Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen zwei genossenschaftlichen Unternehmen schafft Mehrwert für die Mitglieder – sowohl die von FrieslandCampina als auch die von Hochwald. Für mich ein gutes Beispiel, wie Genossenschaften gemeinsame Synergiepotenziale heben, die auch im gegenseitigen Wettbewerb stehen.“
Der Strategiegeschäftsführer Global Supply Chain bei FrieslandCampina, Edwin van Doorne, erläuterte: „Durch den Austausch von Mitgliedermilch mit Hochwald in Deutschland wird unser Milchtransport effizienter. Auf diese Weise zeigen FrieslandCampina und Hochwald, dass nachhaltiges Handeln und Kosteneinsparungen gleichzeitig möglich sind.“
FrieslandCampina wird ab November 2023 die Milch eines Teils der deutschen Mitgliedsbetriebe mit eigenem Transport zu Produktionsstätten von Hochwald in Deutschland bringen, heißt es in der Pressemitteilung. Hochwald werde die gleiche Milchmenge eigener Mitgliedsbetriebe aus dem Grenzgebiet mit den Niederlanden zur Produktionsstätte von FrieslandCampina in Veghel, Niederlande, transportieren.
Der Mehrjahresvertrag zwischen FrieslandCampina und Hochwald soll beiden Unternehmen langfristige Vorteile bringen. Für die Mitgliedsbetriebe mache dieser Austausch keinen Unterschied. Die Milch werde von der eigenen Molkereigenossenschaft abgeholt und bezahlt.