Die Landwirtschaft in Deutschland hat den Ausstoß von Treibhausgasen (THG) 2021 weiter verringern können. Wie das Bundeswirtschaftsministerium und das Umweltbundesamt (UBA) mitteilten, emittierte der Sektor im vergangenen Jahr rund 61 Mio. t CO2-Äquivalente; das waren 1,2 Mio. t beziehungsweise 2,0 % weniger als 2020. Der Ausstoß lag damit spürbar unter der im Klimaschutzgesetz fest-gelegten Jahresemissionsmenge von 68 Mio. t CO2-Äquivalenten. Laut den Behörden ist das allerdings vor allem auf methodische Verbesserungen in der Berechnung der Emissionen zurückzuführen. Insgesamt wurden 2021 in Deutschland nach offiziellen Angaben rund 762 Mio. t THG freigesetzt. Gegenüber dem Vorjahr entsprach das einem Plus von 33 Mio. t oder 4,5 %. Zurückzuführen ist der Anstieg insbesondere auf den Energiesektor, dessen Ausstoß um 27 Mio. t beziehungsweise 12,4 % auf 247 Mio. t zulegte. Den Behörden zufolge wurde aufgrund der gestiegenen Stromnachfrage, geringerer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und des gestiegenen Gaspreises verstärkt Kohle zur Stromerzeugung genutzt. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist vor allem aufgrund schlechter Windverhältnisse um 7 % zurückgegangen. Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Patrick Graichen erklärte, die Bundesregierung werde dem Anstieg der Emissionen mit einem Sofortprogramm entgegenwirken. Unverzichtbar sei ein wesentlich höheres Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien.