Wenn alle Vegetarier wären

Wie sähe die Welt aus, wenn niemand mehr Fleisch essen würde? Dieser Frage widmete sich vergangene Woche die GEO in einem Artikel. Die Autorin Carolin Wahnbaeck beruft sich dabei auf Ergebnisse eines Forschungsteams um Marco Springmann von der Universität Oxford.

Die tierhaltende Industrie kommt dabei nicht gut weg. Die griffigsten Ergebnisse: 7 Mio. Tote weniger im Jahr, Reduktion der Sterberate um 7 %, zwei Drittel weniger Treibhausgasemissionen aus der Nahrungsmittelproduktion und eine Einsparung von 1,5 Brd. US-Dollar.

Simulationen zu einer Welt ohne Nutztierhaltung gab es auch in der Vergangenheit schon einmal. Das kanadische Wissensportal AsapScience gab in einem Video bekannt, dass eine Fläche so groß wie Afrika frei werden würde, sollte es keine Tierhaltung mehr geben. Natürlich müsste man in solch einer Zukunft mehr Obst und Gemüse anbauen, aber trotzdem würden sich viele ehemalige Weideflächen wieder zu Wald verwandeln lassen und CO2 absorbieren. Was laut Artikel auch wegfallen würde, sei das Methan, einer der größten Klimakiller überhaupt. Und 70 % weniger Wasser würden auch verbraucht werden.

Die Autorin sieht allerdings auch die Probleme einer Umstellung. Etwa eine halbe Milliarde Menschen lebt von der Fleischproduktion. Trotzdem, so das Fazit des Artikels, sei ein langsamer Übergang denkbar. Die LZ fragt sich, wie die halbe Mrd. Menschen darüber denkt und wie wissenschaftlich fundiert die Ergebnisse der Studien tatsächlich sind.